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Häufig gestellte Fragen rund um's Heizen

Uns erreichen tagtäglich viele Fragen rund um's Heizen und Energiesparen. Wir haben Antworten auf die häufigsten Fragen für Sie in unseren FAQs zusammengefasst.

Das „Inbetriebnehmen“ eines Heizkessels ist nicht nur das bloße "Einschalten" eines Kessels. Vom Kundendiensttechniker wird Ihnen dabei die Heizung ausführlich erklärt. So können Sie im Fall des Falles kleine Störungen selbst beheben. Die neue Heizanlage wird einer Funktionskontrolle unterzogen, Abgaswerte werden kontrolliert und bei Bedarf Einstellungen nachjustiert. Die ermittelten Kontrollwerte werden in einem direkt am Gerät befindlichen Einstellprotokoll eingetragen

Alle natürlichen Rohstoffe, die wir zum Essen, Wohnen, Reisen, etc. verbrauchen, benötigen Platz zum Nachwachsen auf unserem Planeten. Ebenso braucht die Natur Ressourcen, um unsere Abfälle abzubauen (z.B. Wälder um das CO2 zu binden). Der ökologische Fußabdruck macht diesen Flächenbedarf deutlich.

Der rot-weiß-rote Footprint-Rechner wurde auf Initiative des Lebensministeriums gestartet, um Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren persönlichen Footprint zu ermitteln. Die Umsetzung erfolgte mit wissenschaftlicher Unterstützung (Institut für soziale Ökologie) und Begleitung von Umweltexperten der Plattform Footprint.

Der Footprint vermittelt nicht nur anschaulich die ökologischen Grenzen unseres Planeten, er zeigt auch, welche Maßnahmen jede(r) persönlich gegen die Zerstörung unseres Planeten setzen kann.

Hier können Sie Ihren individuellen ökologischen Fußabdruck berechnen: https://www.mein-fussabdruck.at/

Unter Nachhaltigkeit wird die natürliche Regenerationsfähigkeit der Wälder verstanden. In einer nachhaltigen Holzwirtschaft wird immer nur so viel Holz entnommen, als auch wieder nachwächst. In den österreichischen Wäldern werden pro Jahr etwa 26 Millionen Festmeter Holz geerntet. Dem gegenüber stehen jährlich etwa 30 Millionen Festmester nachwachsendes Holz.

Bei der Erhitzung von Holz treten ab 150°C Wasserdampf und Sauerstoff aus. Mit steigender Temperatur vergast dann auch das im Holz enthaltene Lignin und die Cellulose, es entsteht ein brennbares Gasgemisch. Mit der Zuführung von Luft entzündet sich das sogenannte Holzgas bei einer Temperatur von etwa 230 – 280°C. Holz brennt also nicht, sondern die entweichenden Holzgase. Zurück bleiben die festen Rückstände Asche und Reste von Holzkohle.

Für Holz werden unterschiedliche Volumseinheiten verwendet. Unterschieden wird in Raum-, Fest-und Schüttraummeter. Der Raummeter ist aufgestapeltes Scheitholz, dessen Außenkanten 1 m x 1 m x 1 m aufweisen. Die Zwischenräume werden dabei mit einkalkuliert. Der Schüttraummeter hingegen ist Holz, das in einem Behältnis von 1 m x 1 m x 1 m lose hineingeschüttet wurde. Auch hier werden die Zwischenräume mit gerechnet. Keine Zwischenräume gibt es beim Festmeter. Dieser besteht aus 1 m³ massivem Holz ohne Zwischenräume.

Frisch geschlagenes Holz hat meist eine hohe Holzfeuchte. Nadelholz weist eine Holzfeuchte von etwa 55 –70 % (Wassergehalt 35 – 41 %) auf, Laubhölzer etwa 70 – 100 % (Wassergehalt 41 –50 %). Für die Verbrennung des Holzes soll die Holzfeuchte bestenfalls unter 20 %(Wassergehalt < 16 %) liegen. Dafür muss das Holz für mindestens ein Jahr trocken gelagert werden, bevor man es verfeuern kann.

Scheitholz sollte um Verheizen sauber und möglichst trocken sein. Unter keinen Umständen dürfen behandelte Hölzer (imprägniert oder lackiert), Spanplatten, Kunststoffe oder anderer Abfall verbrannt werden. Dies ist vom Gesetzgeber verboten und kann auch zum Verlust der Herstellergarantie führen.

Moderne Holzvergaserkessel arbeiten sehr effizient und halten alle gesetzlichen Abgas- und Staubwerte ein. Voraussetzung dafür ist gute Holzqualität, um die Heizung umweltschonend und emissionsarm betreiben zu können. Wird beispielsweise zu feuchtes Holz verfeuert, geht mehr als ein Fünftel der Energie für die Trocknung des Holzes im Kessel verloren. Der Wirkungsgrad verschlechtert sich dabei enorm und die Belastung für die Umwelt durch schlecht verbranntes Holz steigt.

Für schadstoffarmes und effizientes Heizen mit Holz ist die Qualität des Brennstoffes ausschlaggebend. Das Holz muss sauber sein und darf weder Schimmel, noch Fäulepilze aufweisen. Die Holzfeuchte darf keinesfalls über 25 % liegen, je trockener das Holz, desto effizienter und umweltfreundlicher heizen Sie. Das Holz sollte mindestens zwei bis drei Jahre getrocknet werden, um einen optimalen Trockengrad zu erreichen.

Der eingelagerte Kohlenstoff im Holz, der ursprünglich aus dem CO2 der Atmosphäre entnommen wurde, verbindet sich bei der Verbrennung von Holz wiederum mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff. Dabei wird das ursprünglich gespeicherte CO2 in derselben Menge wieder freigesetzt, wie es einst aus der Luft entnommen wurde. Somit ist die Verbrennung von Holz absolut CO2-neutral!

Je nachdem, wie grob beziehungsweise fein das Hackgut ist, welchen Wassergehalt es hat und ob es aus hartem oder weichem Holz hergestellt wird, variiert der Heizwert. Das heißt, dass bei den unterschiedlichen Qualitäten eine unterschiedliche Menge an Hackgut notwendig ist, um die individuell benötigte Wärmemenge sicher zur Verfügung zu stellen. Wie viel Hackgut Sie in etwa für Ihre Anlage brauchen werden, können Sie im Folder "Brennstoffinfos Hackgut" nachlesen.

  • Verwenden Sie naturbelassenes, chemisch unbehandeltes Holz
  • Achten Sie auf niedrigen, homogenen Wassergehalt (keine Feuchtenester)
  • Der Anteil an Nadeln, Blättern, feinen Ästen, Rinde soll gering sein
  • Die gleichförmige Partikelgröße spielt eine Rolle
  • Das Hackgut soll glatt geschnittene Kanten haben und nicht ausgefranst sein
  • Es sollen sich keine Verschmutzungen oder Fremdkörper darin befinden
  • Stammholz vor dem Hacken mindestens einen Sommer lang an einem luftigen, sonnigen Platz lagern (für Hackgut W25-30)
  • Hackgut mit Wassergehalt > 35 % ist nicht lagerfähig (Zersetzung, Schimmelbildung, Selbsterwärmung/Brandgefahr)
  • Bei niederschlagsreichen Sommermonaten empfiehlt sich eine Abdeckung des Hackholzes

Die Qualität von Hackgut spielt für den optimalen Betrieb der Heizungsanlage eine wesentliche Rolle. Durch die zahlreichen Produzenten und unterschiedlichen Holzarten ist Hackgut ein Rohstoff mit breit gefächerten Ausprägungen. Zugelassen ist der PuroWIN für Hackgut der Klassen P16S und P31S sowie A1 und A2. Beim Einsatz dieser Qualitäten garantieren wir die Einhaltung der vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte im Praxisbetrieb. Und zwar ohne zusätzliche Maßnahmen wie Filtertechnik oder vorherige Reinigung. Für den idealen Betrieb der Anlage sollte Hackgut mit einem Wassergehalt von 20-30 Prozent verwendet werden.

Hackgut (Mittelwert) Scheitholz Pellets Heizöl Erdgas
2500 kg (lufttrocken) 2500 kg (lufttrocken) 2000 kg 860 kg 840 kg
12500 l 5000 l 3500 l 1000 l 1000000 l
12,5 m³ (srm) 7,5 m³ (rm) 3,5 m³ 1 m³ 1000 m³

Verwenden Sie für Ihre Heizung Hackgut, so können Sie sich an folgenden Vergleichen orientieren. Aus einem Festmeter (fm) Holz ergeben sich 1,4 Raummeter (rm) und 2,5 Schüttraummeter (srm) Hackgut.

Als Hackgut oder auch Hackschnitzel wird maschinell zerkleinertes Holz, das zu wenige Zentimeter großen Holzstücken verarbeitet wird, definiert. Die kleinen Holzstückchen werden in vollautomatisch gesteuerten Verbrennungsanlagen verfeuert und garantieren denselben Komfort wie ihre fossilen Konkurrenten.

Pellets müssen absolut trocken transportiert und gelagert werden. Bei feuchter Lagerung quellen sie stark auf. Daher müssen die Pellets während des Transportes über die Lagerung hin bis zur Verbrennung vor Feuchtigkeit geschützt werden. Hier erfahren Sie mehr zur Pelletslagerung.

Die Qualitätsrichtlinien für die Transport- und Lagerlogistik sind in der ENplus und ÖNORM M7136 definiert.

Pellets werden vom Brennstoffhandel in folgender Form angeboten:

  • für händische Befüllung des Vorratsbehälters in 10, 15 und 30 kg Säcken sowie als Big-Bag mit ca. 1 Tonne auf Euro-Palette 
  • für automatische Raumaustragung in loser Form mittels Silopumpwagen, Menge je nach Bedarf (Angebot und Lieferung in kg)

 

Während des Wachstums nehmen Bäume CO2 aus der Luft auf. Bei der Verbrennung von Holz wird genau diese Menge an CO2 wieder freigesetzt und ist daher nicht höher, als sie bei der natürlichen Verrottung im Wald wäre. Heizen mit Holz-Pellets ist somit CO2-neutral und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Durchmesser: 6 ± 1 mm

Länge: 3,15 bis 40 mm

Schüttdichte: > 650 kg/m³

Heizwert: > 4,6 kWh/kg

Aschegehalt: < 0,7 %

Feingutanteil: < 1%

Einige optische Kennzeichen für gute Pelletsqualität sind eine glänzende, glatte Oberfläche, die gleichmäßige Stückgröße und wenig Staub. Testen Sie schnell und einfach selbst die Qualität indem Sie Holz-Pellets in ein Glas Wasser werfen. Pellets mit guter Qualität versinken sofort.

Die Qualität der Pellets spielt für den optimalen Betrieb Ihrer Heizungsanlage eine wesentliche Rolle. Bitte achten Sie daher beim Kauf unbedingt darauf, dass die Pellets den Qualitätsvorschriften der EN ISO 17225-2 A1 entsprechen. Die größtmögliche Betriebssicherheit erreichen Sie, wenn Sie Pellets von Herstellern kaufen, die eine Zertifizierung nach EN-Plus (bzw. auch DIN-Plus, ÖNORM M7135 oder UZ38) aufweisen, da eine Zertifizierung eine laufende interne Qualitätskontrolle voraussetzt. Weisen Sie Ihren Pelletslieferanten vor der Bestellung auf diese Qualitätsanforderungen hin und lassen Sie sich diese bei der Lieferung bestätigen.

Verwenden Sie für Ihre Heizung Holz-Pellets, so können Sie sich an folgenden Vergleiche orientieren. Zwei Kilogramm Holz Pellets sind vom Brennwert her vergleichbar mit einem Liter Heizöl. Für 650 kg Holz-Pellets benötigen Sie einen Kubikmeter Raum. Somit entsprechen drei Kubikmeter Holz-Pellets für Ihre Holz-Pelletsheizung in etwa 1000 Liter Heizöl. Holz-Pellets, das flüssige Holz mit sparsamen Platzbedarf bei gleichzeitig umweltschonendem Betrieb.

Pellets sind genormte zylindrische Röllchen und bestehen zu 100% aus naturbelassenen Holzresten wie Hobel- und Sägespänen. Die trockenen Holzreste werden zermahlt und unter hohem Druck in Spezialpressen zu Holz-Pellets verpresst. Bindemittel oder Zusatzstoffe sind nicht nötig und auch nicht erlaubt. Bei der Herstellung von Holz-Pellets aus trockenen Hobelspänen wird ca. 1% der im Brennstoff enthaltenen Energiemenge benötigt, bei Verwendung von feuchten Sägespänen ca. 5%. Das „flüssige Holz“ weist damit die beste Energiebilanz aller Brennstoffe auf.

Recherchieren Sie, welcher Pelletskessel für Sie am besten geeignet ist. Sie finden online viele Infos dazu. Bei den meisten Herstellern können Sie auch telefonisch nachfragen. Nutzen Sie Messen, um sich vor Ort beraten zu lassen oder besuchen Sie Schauräume, um mögliche Heizkessel vorab anzusehen.

Wenden Sie sich an einen Installateur Ihres Vertrauens in Ihrer Nähe. Er wird Sie fachkundig beraten und Ihnen die für Ihre Anforderungen passende Heizlösung empfehlen.

Beachten Sie, dass Sie vor der Entscheidung für ein Heizsystem bestimmte Dinge abklären, zum Beispiel:

  • Fragen Sie Ihren Rauchfangkehrer, ob Ihr Kamin saniert werden muss.
  • Haben Sie genügend Platz für einen Jahresbedarf an Pellets? In den meisten Fällen ist der Öltank bzw. der Tankraum groß genug, um ihn mühelos in ein Pelletslager umzubauen. Mit der kostenlosen Windhager App für das Planen eines Lagerraumes bekommen Sie die Antwort auf Knopfdruck.
  • Entscheiden Sie, welche Art der Pelletslagerung und -Zuführung für Sie am besten passt (gemauertes Lager, Gewebetank, Stahlblechtank oder Erdtank).
  • Können Sie Ihr bestehendes Heizsystem (Pumpen, Heizkörper, usw.) noch weiter verwenden oder ist es schon veraltet? Fast immer lohnt es sich, wenn Sie alles zusammen modernisieren.
  • Welche Förderungen gibt es? Das Umsteigen auf eine umweltfreundliche Pelletsheizung wird häufig gefördert. Erkundigen Sie sich, ob Sie vom Bund, dem Land oder Ihrer Gemeinde unterstützt werden und stellen Sie bereits vor der Umsetzung einen Förderantrag.
  • Wer übernimmt die Elektroarbeiten? Die neue Heizungsanlage muss elektrisch fachgerecht angeschlossen werden. Manche Installateure arbeiten zu diesem Zweck eng mit Elektrofachbetrieben zusammen oder haben selber ausgebildete Elektriker im Unternehmen.

Folgende Punkte und Kosten müssen im Angebot enthalten sein:

  • Neuer Heizkessel mit Regelung
  • Neue Hydraulik-Komponenten wie zum Beispiel Pumpen und Verteiler (falls nötig)
  • Entsorgung des alten Ölkessels sowie des Öltanks (falls notwendig)
  • Sanierung des Kamins (falls notwendig)
  • Pelletslagerraum (Entnahmesystem und Lagersystem)
  • Installationsarbeiten
  • Isolieren der Heizungsrohre
  • Elektrischer Anschluss des neuen Heizkessels
  • Inbetriebnahme der Heizung durch den Werkskundendienst

Wenn Sie mit allen Posten des Angebots einverstanden sind, geben Sie dem Installateur Ihres Vertrauens einen Auftrag für das Umrüsten Ihres Heizsystems.

Bevor Sie mit der Modernisierung beginnen, müssen Sie in vielen Gemeinden eine Bauanzeige machen. Reichen Sie bei dieser Gelegenheit auch Ihr Ansuchen um eine Förderung ein. Der Installateur Ihres Vertrauens unterstützt Sie dabei meist gerne.

Es empfiehlt sich, vor Beginn der Umbauarbeiten vom Rauchfangkehrer einen Kaminvorbefund einzuholen. Er kann Sie auch in Sachen Kaminsanierung beraten. Für moderne Heizkessel benötigt man meist einen neuen Kamin, da sie einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und damit auch viel niedrigere Abgastemperaturen haben. Das geht ganz einfach, indem Edelstahl-Rohre in den Kamin eingezogen werden.

Besprechen Sie mit Ihrem Installateur den Zeitplan für die Modernisierung und gehen Sie gemeinsam die einzelnen Schritte durch. Der Kesseltausch ist meist in wenigen Tagen erledigt. 

Beachten Sie, dass die Lieferzeit für die kleinen Holzpresslinge meist zwei bis drei Wochen dauert. 

Lassen Sie Ihre Heizung von einem geschulten Fachbetrieb oder dem Werkskundendienst Ihres Kesselherstellers in Betrieb nehmen. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit gemeinsam mit dem Techniker, ob die Heizanlage wunschgemäß funktioniert und lassen Sie sich die Bedienung genau erklären.

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