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REFERENZEN
Zufriedenheit und Qualität zeichnen uns aus

Maßgeschneidert

 

500 -jähriger landwirtschaftlicher Familienbetrieb mit Hackgutheizung von Windhager

Holz bleibt für viele Heizungsbetreiber vor allem im süddeutschen Raum der Brennstoff der ersten Wahl. Sollen Bestände aus dem eigenen Forstbesitz genutzt werden, bieten Heizungshersteller heute neben dem klassischen Scheitholzvergaserkessel auch moderne Anlagen zur Hackgutverfeuerung. Sie nutzen nicht nur die heimischen Ressourcen, sondern arbeiten auch nachhaltig und wirtschaftlich. Bei der Aufgabenstellung, die Heizungserneuerung in einem bäuerlichen Anwesen ohne Bestandsveränderungen durchzuführen, entschied man sich für den Hackgut-Vergaserkessel PuroWIN mit Saugsystem des Biomassespezialisten Windhager.

Sanierung im Bestand mit Bedacht

Sanieren oder Bauen im Bestand sind komplex, schwer zu standardisieren und unterscheiden sich grundlegend von einem Neubau. Anforderungen und Regeln wie im Brandschutz oder im energetischen Bereich ändern sich im Laufe der Zeit. Weitere Gründe sind die Verlagerungen von betrieblichen Tätigkeitsfeldern sowie die Veränderung von Wohn- und Nutzgewohnheiten. Es gilt die Balance zwischen Erhalt der alten Struktur des Gebäudes, der notwendigen Erneuerungen und der Wirtschaftlichkeit zu finden. Landwirtschaftliche Betriebe werden oft von Generation zu Generation weitergegeben. Die Gebäudenutzung ändert sich beispielsweise durch höhere Automation, mehr Maschineneinsatz und weniger Personal sowohl in den Bereichen der Feld-, Wald- und Viehwirtschaft. Der Spagat zwischen Bewirtschaftung, Nutzungsänderung und Werterhaltung ist eine große Herausforderung.

Planung mit besonderer Anforderung

Die Heizung für das Wohnhaus der Familie Mathes erfüllte nicht mehr die Forderungen der 1.BImSchV und musste laut dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger ausgetauscht werden. Der Familie, die seit ca. 500 Jahren auf dem Grundstück beheimatet ist, war es wichtig, den Kesseltausch ohne Bestandsveränderung am Gebäude durchzuführen und die vorhandene Haustechnik (Pufferspeicher ca.850 ltr. inkl. Solaranlage) zu integrieren. Zudem sollte auf die im Heizungsraum vorhandene Dusche nicht verzichtet werden. Der angrenzende Raum, früher als Schweinestall, dann als Brennstofflager für das Scheitholz genutzt, sollte zukünftig als Lagerraum für das Hackgut dienen. „Da sich die Dusche genau zwischen Lagerraum und Heizkessel befindet und zur Umstellung von manueller Bestückung von Scheitholz auf automatische Beschickung mit Hackgut zusätzlicher Platz für die Brennstofftransportleitungen benötigt wird, war die Planung eine -harte Nuss-“ erklärt Marcus Ziegler, Geschäftsführer des gleichnamigen SHK-Betriebes aus Plößberg. Gemeinsam mit Frank Geißer, Vertriebsleiter der Windhager Zentralheizung GmbH und langjähriger Partner des SHK-Betriebes, gelang eine Lösung, die der Aufgabenstellung des Bauherrn gerecht wird.

 

Maßgeschneiderte Umsetzung

Mit dem Lösungspaket des Hackgutkessels PuroWIN mit 24 kW Leistung sowie dem Saugsystem, konnten aufwändige An- bzw. Umbauarbeiten vermieden werden. Die vorhandene Heizungstechnik und Räumlichkeiten inkl. der Dusche lassen sich daher, ohne Umbaumaßnahmen, weiter nutzen. Der kompakte Hackgutvergaser wurde im alten Heizungsraum installiert. Im angrenzenden ehemaligen Schweinestall wurde ein Lagerbehälter für das Hackgut eingerichtet. Die Befüllung des Lagers erfolgt mit einem Traktor außerhalb des Gebäudes. Das Hackgut wird mit einer Förderschnecke in den so genannten Bunker befördert. Von dort aus übernimmt das Saugsystem aus dem Hause Windhager den weiteren Brennstofftransport zum Kessel. Es wurde zwischen der Wand zum Heizungsraum und dem Vorratsbehälter montiert.

Technik die begeistert

Der PuroWin lässt sich in Kombination mit dem Saugsystem in nahezu jedem Raum installieren. Es ist unerheblich, ob sich der Lagerraum in unmittelbarer Nähe zum Heizraum befindet. Der Transport des Brennstoffs ist auch über unterschiedliche Höhen und Winkel möglich. In der Regel kann das Hackgut über Höhen bis zu sieben Metern und Längen bis 25 Metern Länge gesaugt werden. Somit ist eine Montage vor Ort maßgeschneidert umzusetzen. Dieser Punkt war ausschlaggebend für die Entscheidung von Familie Mathes zugunsten des PuroWIN von Windhager. Ein weiterer Aspekt: Mit dem PuroWIN erhält die Familie einen „sauberen“ Hackgut Vergaser. Mit der Zero-Emission-Technologie sind die Staubwerte kaum messbar. Durch die Dichtheit des Kessels bleibt die Glut bis zu vier Tage ohne Brennstoff- oder Luftzufuhr erhalten und somit werden bis zu 90% Zündenergie eingespart. Durch den hochlegierten Edelstahl ist die Brennkammer überaus widerstandsfähig.

Innovative Verbrennungstechnik

Das Hackgut wird bis zur Stokerschnecke in den Brennraum transportiert. Im untersten Teil entsteht durch Zuführung von Primärluft und die erste Zündung ein Glutbett, auf dem das Hackgut aufliegt. Dieses verkohlt von der Unterseite her, sodass die dabei entstehenden Gase durch die Hackgutschicht nach oben ausströmen. Bei diesem Prozess entsteht eine Aktivkohleschicht, die den Feinstaub automatisch filtert und in der Asche zurückhält. Oberhalb des frischen Hackguts werden die aus dem Glutbett aufsteigenden Gase durch die Zuführung von Sekundär- und Tertiärluft verbrannt. Die Flammenbildung selbst findet daher oberhalb des Hackguts statt. Durch doppelte Entaschungsplatten bleibt das Glutbett beim Entfernen der Asche erhalten und ein Betrieb ist ununterbrochen möglich.

 

Fazit

Die Familie Mathes verfügt mit dem PuroWIN über ein effizientes und zukunftsträchtiges Heizsystem. Zudem kommt der Rohstoff Holz aus eigenem Waldbestand. „Früher musste einmal im Jahr die ganze Familie tagelang beim Holzmachen unterstützen. Nach der Umstellung ist es für uns komfortabler. Das Holz wird der nach Lagerung von einem Lohnunternehmer zerkleinert und in unserem Überstand am Hof getrocknet. In der Heizperiode fülle ich den Bunker einmal in der Woche“ erklärt Josef Mathes. Der Komfortgewinn liegt dabei auf der Hand.