Diese Seite verwendet Cookies, auch von Drittanbietern, um Ihnen Werbung und Dienstleistungen entsprechend Ihrer Vorlieben zukommen zu lassen. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, klicken Sie bitte hier . Durch Schließen dieses Banners, Navigieren oder Klicken auf irgendeinen Link dieser Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Akzeptieren

Neuer Hackgutkessel für Betula und Fagus

3. Dezember 2019 - In der Holzbausiedlung Betula und Fagus – Lateinisch für Birke und Buche – in Illnau musste nach 20 Jahren die Schnitzelheizung ersetzt werden. Die alte Heizung verursachte oft Störungen und zunehmend eine grosse Staubentwicklung im Heizraum. Sie war am Ende ihrer Lebensdauer angelangt.

Die Bauherrschaft, welche monatlich abwechslungsweise die Heizung selbstbetreut, beschäftigte sich intensiv mit der Auswahl der neuen Heizung und erstellte dafür eine umfassende Kriterien- und Bewertungsliste. Schliesslich sollte es wieder eine Holzschnitzelheizung sein. Die Nutzung der naheliegenden und erneuerbaren Holzenergie liegt der Bauherrschaft nämlich am Herzen. Zudem machte der technologische Fortschritt der Schnitzelheizungen Mut, dass die Störungen mit der neuen Heizung bald Vergangenheit sein sollten. Die Entscheidung fiel schliesslich auf die Schnitzelheizung PuroWIN von Windhager mit einer Leistung von 50 kW. Eine neue Verbrennungstechnologie, welche die Holzschnitzel im Gegenstrom verfahren vergast und sich die Filterwirkung der Holzkohle und Schnitzel zu Nutze macht, sorgt für tiefe Emissionswerte.

Bei der Verbrennung im Glutbett entstehen Holzgase, welche aufsteigen und dabei durch die Kohle und die noch unverbrannten Schnitzel gefiltert werden. Danach werden die gereinigten Holzgase in der Brennkammer gezündet. Diese Technologie erreicht auch ohne Partikelabscheider tiefe Emissionswerte unter halb der Grenzwerte. Zwei geschlossene Entaschungsplatten sorgen dafür, dass das Glutbett beim Entfernen der Ascheimmer erhalten bleibt. 

Auf dem Dach des Unterstandes ist eine thermische Solaranlage installiert, welche die Wärme der Sonne in den 2300 Liter grossen Speicher einspeist. Während der Heizsaison und wenn die Sonne längere Zeit nicht scheint, übernimmt die Holzschnitzelheizung die Beheizung des Speichers. Aus dem Speicher werden die Heizkreise der Gebäude und der Warmwasserboiler mit Wärme bedient. So ist ein ganzjähriger Heizbetrieb mit erneuerbarer Energie aus Sonne und Holz gewährleistet.


An die Heizung sind zwei MFH Holzbauten, welche in Elementbauweise erstellt wurden, angeschlossen. Die Inspiration für das Konzept und die Bauweise der Gebäude erhielt die Bauherrschaft in der unmittelbaren Umgebung von einer ähnlichen Siedlung desselben Architekten, Stanley Saladin, der auch dort wohnt. Die Holzbauten stehen in einer einfachen Betonwanne. Lediglich der Kellerbereich im hinteren Teil des Hauses
wurde mit Backstein gemauert. Auf dem Grundstück des Gebäudes «Betula» steht auf der oberen Grundstücksgrenze eine grössere Birke die während den Bauarbeiten geschützt wurde. Bei «Fagus» stand vor Baubeginn eine stattliche, ca.70-jährige Buche. Um den Baum zu schützen, wurde das Gebäude mit entsprechender Rücksicht auf die Baumkrone und den Wurzelballen geplant und gebaut. Der Architekt investierte viel Herzblut um Bauarbeiter zur Vorsicht anzuhalten und die Buche nicht zu verletzen.


Passend zur ökologischen Bauweise und Heizung umgibt ein wunderbarer Naturgarten die beiden Gebäude. Vielfältige Strukturen wieHecken, Staudengärten, Bäume, ein Teich mit Kiesflächen, Naturrasen, Gemüsegärten und ein Asthaufen, wo im Winter der Igel haust, laden zum Verweilen ein und erfreuen die Naturliebhaber*innen.

(Nachhaltig Bauen 3/2019, Holzenergie Schweiz)




Pdf Pressebericht PuroWIN, Nachhaltig Bauen 3/2019, Holzenergie Schweiz (800 KB | PDF)